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Haut und Kosmetik

Haut in der Schwangerschaft: weniger ist mehr

In der Schwangerschaft fallen Vitamin-A-Abkömmlinge, hochprozentige Peelings und viele apparative Behandlungen aus, während milde Pflege, Feuchtigkeit und Lichtschutz wichtiger werden, weil die Haut empfindlicher auf UV reagiert.

Pflegeprodukte auf einer Ablage
Pflegeprodukte auf einer AblageKI-generiertes Bild

Was sich verändert

Hormonelle Umstellung wirkt auf die Haut in mehrere Richtungen. Manche Frauen bekommen ein reineres Hautbild, andere Unreinheiten, die sie seit der Jugend nicht hatten. Die Pigmentierung nimmt zu, sichtbar an dunkleren Brustwarzen, an der Linea nigra am Bauch und häufig als Melasma im Gesicht.

Dazu kommt die Dehnung über 40 Wochen. Dehnungsstreifen entstehen bei einem großen Teil der Schwangeren, vor allem am Bauch, an Brust und Oberschenkeln. Öle und Massage halten die Haut geschmeidig, verhindern sie aber nicht zuverlässig; die Veranlagung entscheidet mehr als die Pflege.

Was geht, was nicht
AnwendungIn der SchwangerschaftGrund
Lichtschutz Faktor 50empfohlenMelasma reagiert auf Licht
Milde ReinigungempfohlenHaut wird empfindlicher
Vitamin-A-Abkömmlingenicht geeignetWirkstoffklasse ausgeschlossen
Hochprozentige Peelingsnicht geeignetReizung, fehlende Daten
Radiofrequenz, Mesotherapienicht während der Schwangerschaftfehlende Daten
Massage am Rückenmeist möglichLagerung beachten
Lichtschutzfaktor50täglich, auch bei Bewölkung
Dehnungsstreifen verlieren Röteüber 6 bis 12 Monatedanach behandeln
Dauer der Schwangerschaftetwa 40 WochenBelastung der Haut

Was ausfällt

Vitamin-A-Abkömmlinge in jeder Form sind in Schwangerschaft und Stillzeit nicht geeignet. Hochprozentige chemische Peelings entfallen ebenso, milde Fruchtsäuren in niedriger Konzentration gelten als vertretbar. Apparative Behandlungen wie Radiofrequenz und Mesotherapie werden in dieser Zeit nicht durchgeführt, ebenso wenig Laserbehandlungen ohne zwingenden Grund.

Der Grund ist selten belegte Gefahr, meist fehlende Daten. Für Schwangere werden keine Studien durchgeführt, deshalb gilt Zurückhaltung als Standard. Wer eine geplante Behandlung verschieben kann, verschiebt sie.

Was stattdessen zählt

Lichtschutz rückt an die erste Stelle, weil Melasma auf UV und sogar auf sichtbares Licht reagiert. Faktor 50, täglich, mineralische Filter mit Eisenoxiden sind hier im Vorteil. Zweitens milde Reinigung ohne Duftstoffe, weil die Haut empfindlicher wird. Drittens Feuchtigkeit und Fett an den gedehnten Stellen.

Und viertens Geduld nach der Geburt: Melasma verblasst bei einem Teil der Frauen mit der hormonellen Umstellung von selbst, Dehnungsstreifen verlieren über 6 bis 12 Monate ihre Röte. Wer diese Zeit abwartet, behandelt danach weniger und gezielter.

Häufige Fragen

Welche Wirkstoffe muss ich meiden?

Vitamin-A-Abkömmlinge in jeder Form sowie hochprozentige chemische Peelings. Milde Fruchtsäuren in niedriger Konzentration gelten als vertretbar.

Warum bekomme ich braune Flecken im Gesicht?

Das ist Melasma, eine hormonell mitgesteuerte Pigmentstörung. Sie reagiert stark auf UV und sogar auf sichtbares Licht, deshalb ist Lichtschutz mit Faktor 50 die wichtigste Maßnahme.

Verhindern Öle Dehnungsstreifen?

Nicht zuverlässig. Sie halten die Haut geschmeidig, die Veranlagung entscheidet aber mehr als die Pflege.

Sind apparative Behandlungen möglich?

Radiofrequenz, Mesotherapie und Laserbehandlungen werden in dieser Zeit ohne zwingenden Grund nicht durchgeführt. Der Grund ist meist nicht belegte Gefahr, sondern fehlende Daten.

Verschwindet Melasma nach der Geburt?

Bei einem Teil der Frauen verblasst es mit der hormonellen Umstellung von selbst. Das kann Monate dauern, deshalb lohnt Abwarten vor einer Behandlung.

Quellen

Weiterlesen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine ärztliche oder fachkosmetische Beratung und keine Untersuchung.