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Laser und Haut

Feuermal: die Behandlung, die Ausdauer verlangt

Ein Feuermal ist eine angeborene Fehlbildung erweiterter Hautgefäße, die sich nicht von selbst zurückbildet; behandelt wird mit gefäßwirksamen Lasern über viele Sitzungen, 10 und mehr sind üblich, und je früher begonnen wird, desto besser fällt das Ergebnis meist aus.

Empfangsbereich mit Fensterfront
Empfangsbereich mit FensterfrontKI-generiertes Bild

Was ein Feuermal ist

Der Naevus flammeus ist eine angeborene Fehlbildung: In einem umschriebenen Bezirk liegen zu viele und zu weite kleine Gefäße dicht unter der Haut. Er ist von Geburt an vorhanden, wächst proportional mit dem Kind mit und verschwindet nicht von allein. Das unterscheidet ihn vom Säuglingshämangiom, das sich bei vielen Kindern über Jahre zurückbildet.

Mit den Jahren kann ein Feuermal dunkler werden, die Oberfläche uneben und in Teilen knotig. Diese Entwicklung ist ein Argument dafür, nicht auf das Erwachsenenalter zu warten. Bei Kindern ist die Haut dünner und die Gefäße liegen oberflächlicher, das Licht erreicht sie leichter.

Feuermal und Säuglingshämangiom
MerkmalFeuermalSäuglingshämangiom
Vorhanden abGeburterste Lebenswochen
Verlaufwächst mit, bleibtwächst, bildet sich oft zurück
Sitzungen10 und mehrje nach Lage
Abstand6 bis 8 Wochenindividuell
Zuständigkeitärztlich, § 5 NiSVärztlich

Wie behandelt wird

Eingesetzt werden gefäßwirksame Laser, deren Wellenlänge vom roten Blutfarbstoff aufgenommen wird. Das Gefäß erhitzt sich von innen und verschließt sich. Nach jeder Sitzung entstehen für einige Tage bläuliche Flecken, die abklingen. Der Abstand zwischen zwei Terminen liegt meist bei 6 bis 8 Wochen.

Realistisch sind 10 Sitzungen und mehr. Eine vollständige Entfernung gelingt nicht bei jedem, eine deutliche Aufhellung bei den meisten. Weil das Mal mit dem Körper wächst, sind spätere Auffrischungen häufig. Die Behandlung fällt nach § 5 Absatz 2 NiSV unter den Arztvorbehalt für Gefäßveränderungen.

Warum die Abklärung dazugehört

Feuermale im Gesicht, besonders im Bereich von Stirn und Oberlid, gehen in seltenen Fällen mit Fehlbildungen an Auge oder Gehirn einher. Deshalb steht bei dieser Lage am Anfang keine Laserfrage, sondern eine ärztliche Abklärung. Bei Malen an Rumpf oder Gliedmaßen ist das in aller Regel nicht nötig.

Kosten übernimmt die Krankenkasse bei entstellender Lage und bei medizinischer Notwendigkeit häufig, bei rein kosmetischem Wunsch nicht. Die Einordnung trifft die Praxis, und sie sollte vor der ersten Sitzung schriftlich vorliegen.

Der Unterschied zwischen früh und spät

Bei Kindern ist die Haut dünner, und die erweiterten Gefäße liegen näher an der Oberfläche. Das Licht erreicht sie leichter, und die Impulsenergie kann niedriger bleiben. Mit den Jahren verdickt sich die Haut, die Gefäße weiten sich weiter, und das Mal spricht schlechter an.

Deshalb ist der frühe Beginn kein kosmetischer Ehrgeiz, sondern eine fachliche Empfehlung. Wann genau begonnen wird, entscheidet die behandelnde Praxis gemeinsam mit den Eltern, unter anderem abhängig davon, ob eine Betäubung nötig ist.

Was das Ergebnis begrenzt

Feuermale im Gesicht sprechen im Schnitt besser an als solche an Armen und Beinen. Sehr dunkle und bereits knotige Areale sind schwerer aufzuhellen als flache. Eine vollständige Entfernung gelingt nicht bei jedem, eine deutliche Aufhellung bei den meisten.

Kosten und Kostenübernahme

Bei entstellender Lage im Gesicht und bei medizinischer Notwendigkeit übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Behandlung häufig. Der Antrag wird von der behandelnden Praxis gestellt und begründet, dazu gehören in der Regel Fotos und eine fachliche Einschätzung.

Bei rein kosmetischem Wunsch zahlen Sie selbst. Weil viele Sitzungen anfallen, lohnt es sich, die Gesamtsumme vorher zu überschlagen statt nur den Einzelpreis zu vergleichen. Fragen Sie außerdem, ob Auffrischungen später ebenfalls übernommen werden.

Wichtig für die Erwartung: Weil das Mal mit dem Körper wächst, kann es nach Jahren wieder etwas dunkler werden. Auffrischungen sind kein Zeichen dafür, dass die Behandlung nicht gewirkt hat.

Was in das Erstgespräch gehört

  • Wurde eine Abklärung veranlasst, wenn das Mal an Stirn oder Oberlid liegt?
  • Wie viele Sitzungen werden geschätzt, und in welchem Abstand?
  • Wird ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt?
  • Ist eine Betäubung nötig, und wie wird sie durchgeführt?
  • Werden Fotos zur Verlaufskontrolle angelegt?

Häufige Fragen

Verschwindet ein Feuermal von allein?

Nein. Es ist eine angeborene Gefäßfehlbildung, wächst mit dem Körper mit und kann über die Jahre dunkler und knotiger werden.

Wie viele Sitzungen sind nötig?

Realistisch 10 und mehr, im Abstand von meist 6 bis 8 Wochen. Eine deutliche Aufhellung erreichen die meisten, eine vollständige Entfernung nicht jeder.

Ab welchem Alter kann behandelt werden?

Früh. Bei Kindern ist die Haut dünner und die Gefäße liegen oberflächlicher, das Licht erreicht sie leichter. Den Zeitpunkt legt die behandelnde Praxis fest.

Zahlt die Krankenkasse?

Bei entstellender Lage und medizinischer Notwendigkeit häufig ja, bei rein kosmetischem Wunsch nicht. Die Einordnung gehört schriftlich vor die erste Sitzung.

Warum wird bei Malen im Gesicht abgeklärt?

Weil Feuermale an Stirn und Oberlid in seltenen Fällen mit Fehlbildungen an Auge oder Gehirn einhergehen. Diese Abklärung steht vor jeder Laserfrage.

Spricht ein Feuermal im Gesicht besser an?

Im Schnitt ja. Feuermale an Armen und Beinen reagieren schwächer, ebenso sehr dunkle und bereits knotige Areale.

Quellen

Weiterlesen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine ärztliche oder fachkosmetische Beratung und keine Untersuchung.