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Permanent Make-up

Permanent Make-up: eine Tätowierung im Gesicht

Permanent Make-up ist rechtlich und handwerklich eine Tätowierung, die Farbe liegt flacher als beim klassischen Tattoo und verblasst deshalb über 1 bis 3 Jahre, und seit dem 4. Januar 2022 gelten für die Farben die verschärften Grenzwerte der REACH-Verordnung.

Kosmetikraum mit Fenster zum Garten
Kosmetikraum mit Fenster zum GartenKI-generiertes Bild

Was gestochen wird und wie lange es hält

Beim Permanent Make-up wird Farbe mit feinen Nadeln in die obere Lederhaut eingebracht. Weil sie flacher liegt als beim klassischen Tattoo und das Gesicht stärker durchblutet ist, baut der Körper sie schneller ab. Übliche Haltbarkeit sind 1 bis 3 Jahre, danach folgt eine Auffrischung oder das Ergebnis verblasst weiter.

Die Farbe verändert sich dabei nicht nur in der Intensität, sondern oft auch im Ton. Braune Pigmente können ins Rötliche oder Gräuliche kippen, weil die enthaltenen Bestandteile unterschiedlich schnell abgebaut werden. Das ist der häufigste Grund für Unzufriedenheit nach zwei Jahren.

Bereiche und Haltbarkeit
BereichHaltbarkeitNachstichAbheilung
Augenbrauen1 bis 3 Jahrenach 4 bis 6 Wochen7 bis 14 Tage
Lidstrich2 bis 3 Jahrenach 4 bis 6 Wochen5 bis 10 Tage
Lippenkontur1 bis 2 Jahrenach 4 bis 6 Wochen7 bis 14 Tage
Farbverbot Blau 15:3seit 04.01.2023REACHauch für PMU

Die Rechtslage bei den Farben

Seit dem 4. Januar 2022 beschränkt die europäische Chemikalienverordnung REACH mehr als 4.000 Stoffe in Tätowiermitteln und Permanent-Make-up-Farben. Für Pigment Blau 15:3 und Pigment Grün 7 galt eine Übergangsfrist von 24 Monaten, seit dem 4. Januar 2023 sind auch sie verboten. Studios müssen verkehrsfähige Farben verwenden und die Chargen dokumentieren.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung veröffentlicht dazu eine laufend aktualisierte Fragensammlung. Wer wissen will, welche Farbe verwendet wird, darf fragen, und ein sauber arbeitendes Studio zeigt die Flasche.

Was vor dem Termin geklärt gehört

Fünf Punkte. Erstens die Farbe und ihre Verkehrsfähigkeit. Zweitens Einwegnadeln, geöffnet vor Ihren Augen. Drittens eine Vorzeichnung, der Sie im Spiegel zustimmen, bevor die erste Nadel kommt. Viertens der Nachstichtermin, der nach 4 bis 6 Wochen dazugehört, weil beim Abheilen Farbe verloren geht. Fünftens die Frage, was passiert, wenn Ihnen das Ergebnis nicht gefällt.

Auf die letzte Frage gibt es eine unangenehme, aber ehrliche Antwort: Korrigieren ist schwer, Entfernen dauert. Die Laserentfernung von PMU ist nach § 5 Absatz 2 NiSV ärztlich vorbehalten und braucht mehrere Sitzungen. Deshalb entscheidet die Vorzeichnung mehr als der Preis.

Häufige Fragen

Wie lange hält Permanent Make-up?

Je nach Bereich 1 bis 3 Jahre. Die Farbe liegt flacher als bei einem klassischen Tattoo und wird im gut durchbluteten Gesicht schneller abgebaut.

Warum verändert sich die Farbe?

Weil die Bestandteile unterschiedlich schnell abgebaut werden. Braune Pigmente können dadurch ins Rötliche oder Gräuliche kippen.

Was hat sich bei den Farben geändert?

Seit dem 4. Januar 2022 sind über 4.000 Stoffe beschränkt, seit dem 4. Januar 2023 zusätzlich Pigment Blau 15:3 und Pigment Grün 7.

Warum braucht es einen Nachstich?

Weil beim Abheilen ein Teil der Farbe verloren geht. Der Termin nach 4 bis 6 Wochen gehört zur Behandlung und sollte im Preis stehen.

Lässt sich PMU wieder entfernen?

Ja, per Laser, aber das dauert mehrere Sitzungen und ist nach § 5 Absatz 2 NiSV approbierten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Quellen

Weiterlesen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine ärztliche oder fachkosmetische Beratung und keine Untersuchung.