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Laser und Haut

Falten und Laser: Umbau statt Auffüllen

Laser gegen Falten wirkt nicht, indem er etwas hinzufügt, sondern indem er einen kontrollierten Reiz setzt, auf den die Haut mit neuem Kollagen antwortet, und dieser Umbau braucht 3 bis 6 Monate, bis er sichtbar ist.

Instrumentenablage in einem Behandlungsraum
Instrumentenablage in einem BehandlungsraumKI-generiertes Bild

Wie der Reiz zur Straffung wird

Mit den Jahren verliert die Lederhaut Kollagen und Elastin, die Haut wird dünner und weniger spannkräftig. Ein Laser, dessen Wellenlänge vom Wasser im Gewebe aufgenommen wird, erzeugt dort kontrollierte Hitzezonen. Der Körper repariert sie, und beim Reparieren legt er neues Kollagen an. Das ist der ganze Mechanismus.

Deshalb sieht man nach einer Sitzung wenig und nach einem halben Jahr viel. Wer nach zwei Wochen ein Ergebnis erwartet, hat den Zeitplan des Bindegewebes gegen sich. Üblich sind 3 bis 4 Sitzungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen, die Beurteilung erfolgt frühestens 3 Monate nach der letzten.

Ablativ gegenüber nicht ablativ
PunktAblativNicht ablativ
Oberflächewird abgetragenbleibt intakt
Sitzungen1 bis 23 bis 4
Ausfallzeit5 bis 10 Tagekaum
Ergebnis sichtbarnach 3 bis 6 Monatennach 3 bis 6 Monaten
Zuständigkeitärztlich, § 5 NiSVje nach Gerät

Ablativ oder nicht ablativ

Ablative Systeme tragen die Oberfläche ab. Sie wirken am stärksten, hinterlassen aber eine offene Wundfläche, die 5 bis 10 Tage braucht, dazu Rötung über Wochen. Nicht ablative Systeme lassen die Oberfläche intakt, arbeiten in der Tiefe und kosten kaum Ausfallzeit, brauchen dafür mehr Sitzungen.

Ablative Anwendungen fallen nach § 5 Absatz 2 NiSV unter den Arztvorbehalt. Wer eine starke Straffung will, geht in die Praxis, nicht ins Institut. Für Menschen mit dunkleren Hauttypen gilt zusätzliche Vorsicht, weil jede Hitze eine Pigmentverschiebung auslösen kann.

Was der Laser nicht kann

Er ersetzt kein Volumen. Eingesunkene Wangen und tiefe Nasolabialfalten entstehen durch Verlust von Fett und Knochen, nicht durch schlaffe Oberfläche. Dagegen hilft Auffüllen, nicht Umbauen. Er ersetzt auch keine Straffungsoperation bei deutlich überschüssiger Haut.

Und er wirkt nicht gegen die Ursache. UV-Strahlung ist der größte einzelne Faktor der Hautalterung. Wer nach der Behandlung ohne Lichtschutz in die Sonne geht, arbeitet dem eigenen Ergebnis entgegen.

Welche Falte auf welches Verfahren reagiert

Feine Knitterfältchen an Wange, Oberlippe und um die Augen entstehen durch dünner werdende Haut und Kollagenverlust. Sie sprechen auf Laser und Needling am besten an. Mimische Falten an Stirn und zwischen den Brauen entstehen durch Muskelzug; sie reagieren auf Verfahren, die den Muskel betreffen, nicht auf Hautstraffung.

Statische Falten, die auch im entspannten Zustand sichtbar bleiben, sind eine Mischung aus beidem. Und Falten, die durch abgesunkenes Volumen entstehen, etwa an der Wangenkontur, brauchen Auffüllung. Wer sie mit Straffung angeht, verbessert die Oberfläche und lässt die Ursache stehen.

Der einfache Selbsttest

Ziehen Sie die Haut neben der Falte leicht auseinander. Verschwindet sie, handelt es sich um ein Oberflächenthema, das auf Umbau reagiert. Bleibt sie, liegt Volumenverlust oder Muskelzug zugrunde.

Die Ausfallzeit realistisch planen

Nach einer ablativen Behandlung ist die Haut offen. Sie nässt, verkrustet und braucht 5 bis 10 Tage, bis sie geschlossen ist. Danach bleibt eine deutliche Rötung, die über 2 bis 8 Wochen abklingt und die sich abdecken lässt, sobald die Oberfläche geschlossen ist.

Nicht ablative Behandlungen kosten dagegen kaum Ausfallzeit. Die Haut ist einige Stunden bis einen Tag gerötet und leicht geschwollen. Dafür braucht es mehr Sitzungen, und das Ergebnis fällt milder aus.

Wer einen festen Anlass hat, plant von hinten: mindestens 3 Monate Abstand bei ablativen Verfahren, mindestens 4 Wochen bei nicht ablativen. Eine Behandlung zwei Wochen vor der Hochzeit ist keine gute Idee.

Bevor Sie einen Termin buchen

  • Welche Faltenart liegt vor, Oberfläche, Muskelzug oder Volumen?
  • Ablativ oder nicht ablativ, und welche Ausfallzeit folgt daraus?
  • Wie viele Sitzungen, in welchem Abstand?
  • Welcher Hauttyp wird angenommen, und mit welcher Energie wird gearbeitet?
  • Liegt der Termin weit genug vor einem wichtigen Anlass?

Häufige Fragen

Wann sehe ich das Ergebnis?

Der Kollagenumbau braucht 3 bis 6 Monate. Direkt nach der Sitzung sieht man vor allem Rötung, nicht Straffung.

Wie viele Sitzungen brauche ich?

Bei nicht ablativen Systemen meist 3 bis 4 im Abstand von 4 bis 6 Wochen, bei ablativen häufig 1 bis 2 mit längerer Ausfallzeit.

Hilft Laser gegen tiefe Nasolabialfalten?

Nur begrenzt. Diese Falten entstehen durch Volumenverlust, nicht durch schlaffe Oberfläche. Dagegen hilft Auffüllen, nicht Umbauen.

Ist die Behandlung für jeden Hauttyp geeignet?

Bei dunkleren Hauttypen ist besondere Vorsicht nötig, weil Hitze eine Pigmentverschiebung auslösen kann. Die Einstellung gehört in erfahrene Hände.

Wer darf ablative Laser einsetzen?

Approbierte Ärztinnen und Ärzte mit entsprechender Weiterbildung, nach § 5 Absatz 2 NiSV.

Woran erkenne ich, ob meine Falte von Volumenverlust kommt?

Ziehen Sie die Haut daneben leicht auseinander. Verschwindet die Falte, ist es ein Oberflächenthema. Bleibt sie sichtbar, liegt Volumenverlust oder Muskelzug zugrunde.

Quellen

Weiterlesen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine ärztliche oder fachkosmetische Beratung und keine Untersuchung.