Wellnesstag: die Reihenfolge macht den Unterschied
Ein Wellnesstag wirkt am besten, wenn zuerst gereinigt und erwärmt, dann behandelt und zuletzt geruht wird, und wenn nicht mehr als zwei intensive Anwendungen auf einen Tag gelegt werden.
Die richtige Reihenfolge
Wärme öffnet, Behandlung wirkt, Ruhe verankert. Praktisch heißt das: Peeling oder Sauna zuerst, denn auf gereinigter und erwärmter Haut ziehen Pflegeprodukte deutlich besser ein und die Muskulatur ist vorbereitet. Danach folgt die Hauptanwendung, also Massage oder Gesichtsbehandlung.
Am Ende steht die Ruhephase von 20 bis 30 Minuten. Sie wird am häufigsten gestrichen und ist der Teil, der aus einer Anwendung eine Erholung macht. Wer direkt nach der Massage in die U-Bahn steigt, hat den halben Effekt gekauft.
| Schritt | Anwendung | Dauer |
|---|---|---|
| 1 | Peeling oder Sauna | 20 bis 45 Minuten |
| 2 | Pause, trinken | mindestens 30 Minuten |
| 3 | Hauptanwendung, Massage oder Gesicht | 60 bis 90 Minuten |
| 4 | Ruhephase | 20 bis 30 Minuten |
| Höchstens | zwei intensive Anwendungen | je Tag |
Was nicht zusammenpasst
Sauna nach einer intensiven Massage belastet den Kreislauf doppelt. Peeling und anschließende Sauna reizen frisch abgetragene Haut. Eine Gesichtsbehandlung mit Ausreinigung und danach Dampfbad ist ebenfalls keine gute Kombination, weil die geöffneten Poren empfindlich sind.
Als Faustregel gilt: höchstens zwei intensive Anwendungen an einem Tag, dazwischen mindestens 30 Minuten Pause, dazu ausreichend trinken. Mehr wirkt nicht besser, sondern belastet.
Wann Wärme ausfällt
Bei Fieber, akuten Infekten, akuten Entzündungen mit Schwellung, bei Thromboseverdacht, bei nicht eingestelltem Bluthochdruck und bei Herzerkrankungen ohne ärztliche Freigabe. In der Schwangerschaft wird Wärme deutlich reduziert.
Und ein Hinweis, der oft fehlt: Alkohol gehört nicht in den Wellnesstag. Er belastet den Kreislauf in Verbindung mit Wärme zusätzlich und macht die Einschätzung der eigenen Belastungsgrenze unzuverlässig.
Häufige Fragen
Was kommt zuerst, Sauna oder Massage?
Sauna oder Peeling zuerst. Auf erwärmter Haut wirkt die Behandlung besser, und die Muskulatur ist vorbereitet. Sauna nach intensiver Massage belastet den Kreislauf doppelt.
Wie viele Anwendungen an einem Tag?
Höchstens zwei intensive, mit mindestens 30 Minuten Pause dazwischen. Mehr wirkt nicht besser.
Warum ist die Ruhephase wichtig?
Sie macht aus einer Anwendung eine Erholung. 20 bis 30 Minuten sind der Teil, der am häufigsten gestrichen wird und am meisten bringt.
Wann ist Wärme nicht geeignet?
Bei Fieber, akuten Infekten und Entzündungen, Thromboseverdacht, nicht eingestelltem Bluthochdruck und Herzerkrankungen ohne ärztliche Freigabe.
Quellen
- Masseur- und Physiotherapeutengesetz · Ausbildung und Berufsbezeichnung
- Gemeinsamer Bundesausschuss: Heilmittel-Richtlinie · Verordnung von Lymphdrainage und Massage
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