Wohlstandswucherung, entstellende Gewebeveränderung, weibliches Attribut… je nach Zeitgeschmack und persönlicher Empfindung wird eine natürliche Erscheinung beschrieben, die fast nur bei Frauen zu sehen ist und gegen die bisher kein nachweislich wirksames Medikament gefunden wurde: die Cellulite. Fast jede Frau kennt sie, die meisten fürchten sie zu bekommen, viele (vor allem jenseits der 50) haben sie, die Cellulite oder auch Orangenhaut; an den Oberschenkeln, am Gesäß und den Hüften ist sie zu sehen und manchmal trägt sie dick auf. Weil die weibliche Veranlagung zur Bildung der Cellulite eigentlich eine Schutzfunktion gegen Bindegeweberisse in der Schwangerschaft darstellt, ist ihr sehr schwer beizukommen. Je weniger Fettgewebe sich in der Unterhaut anlagert, desto weniger fällt die Cellulite ins Auge.

Die beste Möglichkeit, gegen die bestehende oder beginnende Cellulite anzugehen, ist die Veränderung der Lebensumstände. Zuviel Sitzen, zu wenig ausgleichende Bewegung in frischer Luft, zu fette Ernährung, Nikotin, Alkohol, zu wenig Ruhe und Schlaf, Stress, all das sind die Faktoren, die die Cellulite begünstigen.

Also gilt es, sich ein Herz zu fassen und daran zu gehen, das Leben umzustellen und den natürlichen Bedürfnissen des Organismus nachzukommen. Dazu gehört auch eine ordentliche Portion Selbstüberwindung und manchmal auch ein bisschen Mut für den Anfang. Ist der erst einmal gemacht, und sind vielleicht auch schon einige kleine Ergebnisse zu spüren, geht es immer leichter. Anleitung dazu finden Sie in dazu eingerichteten Wellness- und Kosmetikstudios, und begleitend zu den eigenen Anstrengungen können Sie dort versuchen, mit die Durchblutung fördernden Anwendungen der Cellulite noch besser beizukommen. Dazu gehören klassische Behandlungen wie Körperwickel, Parafangopackungen oder – bäder, Algen-Kaltwickel oder Reizstrombehandlungen. Neuere Verfahren wie Ultraschall- und Radiofrequenzwellentherapie sollen ebenfalls die eigenen Bemühungen um eine Reduzierung der Cellulite – Erscheinungen unterstützen.