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Haut und Kosmetik

Gesichtsmasken: welche wofür

Masken unterscheiden sich weniger im Wirkstoff als im Verschluss: Je dichter eine Maske die Haut abschließt, desto tiefer dringt ein, was darunter liegt, und daraus ergibt sich, welche Maske zu welchem Ziel passt.

Empfangsbereich mit Fensterfront
Empfangsbereich mit FensterfrontKI-generiertes Bild

Die vier Bauarten

Crememasken bleiben weich, wirken 10 bis 20 Minuten und pflegen vor allem die Oberfläche. Vliesmasken sind mit Wirkstofflösung getränkt und schließen die Haut ab, dadurch dringt mehr ein; übliche Einwirkzeit 15 bis 20 Minuten. Alginatmasken werden aus Pulver angerührt, gelieren auf der Haut und werden nach 15 bis 20 Minuten als Ganzes abgezogen.

Thermomasken erwärmen sich beim Abbinden, weiten die Gefäße und erhöhen damit die Aufnahme deutlich. Sie sind die stärkste Bauart im Institut und deshalb nichts für gereizte oder stark gerötete Haut. Bei Rosazea sind sie in aller Regel keine gute Idee.

Bauart, Einwirkzeit, Ziel
BauartEinwirkzeitWirkt überPasst bei
Crememaske10 bis 20 MinutenOberflächetrockener Haut
Vliesmaske15 bis 20 MinutenAbschlussFeuchtigkeitsmangel
Alginatmaske15 bis 20 Minutendichter AbschlussWirkstoffeinschleusung
Thermomaske15 bis 20 MinutenWärmemüder Haut, nicht bei Rötung

Wirkstoff und Ziel

Für trockene Haut zählen Feuchthaltestoffe wie Hyaluronsäure und Glycerin sowie hautverwandte Fette. Für unreine Haut zählen klärende Stoffe wie Heilerde, Zink und Salicylsäure. Für müde Haut zählt Durchblutung, also Wärme und Massage. Für gereizte Haut zählt Ruhe, also kühlende Masken ohne Duftstoffe.

Kosmetische Mittel unterliegen der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009. Sie verlangt eine Sicherheitsbewertung vor dem Inverkehrbringen und eine vollständige Angabe der Bestandteile. Wer wissen will, was in einer Maske steckt, findet es auf der Verpackung, nicht in der Werbung.

Was in Berlin im Institut anders läuft

Der Unterschied zur Maske aus der Drogerie liegt selten am Produkt und fast immer an der Vorbereitung. Auf gereinigter, gepeelter und erwärmter Haut wirkt dieselbe Maske deutlich stärker als auf ungereinigter am Abend. Deshalb ist die Maske im Institut Teil einer Abfolge und nicht die Behandlung selbst.

Beim Termin lohnt die Frage, welche Maske eingesetzt wird und warum. Ein Institut, das die Bauart und das Ziel benennen kann, arbeitet nach Plan. Eines, das nur den Markennamen nennt, verkauft ein Produkt.

Häufige Fragen

Welche Maske hilft bei trockener Haut?

Masken mit Feuchthaltestoffen wie Hyaluronsäure und Glycerin sowie hautverwandten Fetten. Vlies- und Cremebauart sind hier üblich.

Warum wirkt dieselbe Maske im Institut stärker?

Weil die Haut vorher gereinigt, gepeelt und erwärmt wurde. Die Vorbereitung entscheidet mehr über die Wirkung als das Produkt.

Sind Thermomasken für jeden geeignet?

Nein. Sie erwärmen sich und weiten die Gefäße. Bei gereizter, stark geröteter Haut und bei Rosazea sind sie in aller Regel keine gute Idee.

Wie lange soll eine Maske einwirken?

Je nach Bauart 10 bis 20 Minuten. Längere Einwirkung bringt keinen Zusatznutzen, bei manchen Masken trocknet sie die Haut sogar aus.

Wo steht, was in einer Maske enthalten ist?

Auf der Verpackung. Die Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 verlangt eine vollständige Angabe der Bestandteile und eine Sicherheitsbewertung vor dem Inverkehrbringen.

Quellen

Weiterlesen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine ärztliche oder fachkosmetische Beratung und keine Untersuchung.